"Luftgitarre"

Anton erzählt in einem Brief an NAMBLA von einer intimen Freundschaft zwischen seinem Cousin und dessen Basketballtrainer. Er hätte auch gerne eine solche Beziehung.

Dieser Bericht entstammt der Veröffentlichung ‘Boys speak out!’ der amerikanischen Pädophilen-Organisation NAMBLA.

Quelle: Boys speak out on man/boy love; NAMBLA; fourth (enlarged and expanded) edition; Juli 1996.

Übersetzung durch JUMIMA.
Englischer Originaltext

“Luftgitarre”

Ich bin ein 14- (na ja, fast 14) jähriger Junge. Ich habe kürzlich von meinem Cousin R. von euch erfahren. Ich habe ihn in Pennsylvania besucht. Er hat durch seinen Basketballtrainer von euch erfahren. Sein Trainer liebt ihn und hat ihm ein paar Mal einen geblasen. Er hat sogar eine Nacht bei ihm übernachtet. Er sagte, sie hätten sich umarmt und geküsst und so, die ganze Nacht. Er wollte mir nicht sagen, was “und so” ist, aber er hat mir gezeigt, wie man einen bläst. Wow! Ich konnte kaum erwarten, es bei ihm zu machen. Ich sagte ihm, dass ich denke er hat großes Glück, einen so tollen Basketballtrainer zu haben. Nun ja, bevor ich ging waren sie so freundlich, mir ein paar Exemplare eurer Zeitschrift zum Anschauen und Lesen zu geben.

Ich bin jetzt wieder zu Hause und kann nicht aufhören, an R. und seinen Trainer zu denken. Ich kann sie zusammen lachen sehen und Spaß haben, alles nackt und so, und ich bin hier ganz alleine mit nur mir, mit meinem Schniedel [pull my pud]. Deshalb habe ich das Bild gezeichnet, das ich mitgeschickt habe, um mir Gesellschaft zu leisten [sic!]. Ich weiß nicht, ob es zu sexy ist, um es zu drucken. Ich habe in eurer Zeitschrift keine ähnlichen Bilder gesehen. Ich möchte den Lesern sagen (wenn ihr zumindest diesn Brief abdruckt), dass es sich um ein Bild eines anderen 14-jährigen Jungen handelt, der seinen steifenn Schwanz wichst. Ich nenne es “Luftgitarre”, weil es so aussieht, als würde er Gitarre spielen, aber stattdessen hält er seinen Schwanz. Es ist wahrscheinlich das erste Bild, das ich seit meinem zehnten Lebensjahr zu zeichnen versucht habe. Ziemlich gut, oder? Ich möchte versuchen, nächstes Jahr Kunstunterricht in der High School zu nehmen. Es soll ein Junge sein, den ich von der Rockband kenne, in der ich spiele. Ich spiele Keyboard und singe. Er ist der Leadgitarrist. Er weiß nicht, dass ich ihn so sehr mag und ich habe Angst, es ihm zu sagen. Ich mag auch einige Mädchen, aber ich mag Eric wirklich und ich wünschte, ich könnte ihm erzählen, was wir in meinen Fantasien zusammen tun. Was ich jedoch am meisten will, ist ein Mann wie R einen hat. Bis R. mir über die Weihnachtsferien von seinem Trainer erzählte, wusste ich nie, dass Männer das mit Jungen machten – ich meine, wie SIE es tun. Ich dachte, alle Männer, die Jungen mochten, wären pervers und gemein. R. sagt, er könnte nicht glücklicher sein, jetzt wo er Mr. “Trainer” hat (ich glaube, ich sollte mir einen Namen ausdenken).

Meine Frage ist, wie treffe ich einen Mann? Ich habe überlegt, per Anhalter zu fahren und kleine Hinweise zu geben, wenn ich mitgenommen werde, aber das macht mir Angst. Ich möchte nicht vergewaltigt werden. Ich möchte jemanden, der nett und liebevoll zu mir ist. Ich habe an Big Brothers gedacht, aber ich habe einen Vater (der aber immer arbeitet) und außerdem glaube ich sowieso nicht, dass es hier eine ihrer Organisationen gibt. Zumindest kann ich sie nicht im Telefonbuch finden. Manchmal versuche ich am örtlichen Pool in den Umkleideräumen, ein wenig verführerisch zu sein, meinen nackten Körper zu zeigen, aber alle Männer werden nervös und rot im Gesicht und wenden sich ab – besonders einmal, als ich eine Erektion bekam, als ich auf ihre nackten Körper schaute.

Dann schaue ich in Ihre Zeitschrift und stelle fest, dass es da draußen eine Menge Männer geben muss, die mich lieben und mir mehr über Sex beibringen wollen. Aber ich sitze hier alleine mit den Händen in der Hose und befühle meine Eier ganz alleine. Ich weiß, dass es dumm ist, aber ich weine gerade sogar. Ich weiß nicht, warum ich bei all dem so starke Gefühle habe. Ich denke, es reicht nicht aus, es euch in einem Brief zu sagen. Ich dachte, es könnte helfen. Was ich wirklich will, ist, es einem von euch zu sagen, während er mich festhält und mich küsst. aber ich habe zu viel Angst, um mit meinem ganzen Namen zu unterschreiben – Angst, ein Sozialarbeiter könnte mich finden und mir sagen, dass ich pervers bin. Nun, das bin ich nicht. Bitte drucken Sie meinen Brief aus, wenn Sie können.

Mit freundlichen Grüßen,

Anton

NAMBLA Bulletin, vol. 12, no 3 (April 1991), p. 10.